Die ersten Wochen mit dem Elektroauto: Was Umsteiger wirklich lernen
Wer vom Verbrenner auf ein Elektroauto umsteigt, muss einige Gewohnheiten ändern. Was Neueinsteiger in den ersten Wochen typischerweise erleben und welche Sorgen sich schnell erledigen.

Microsoft Katja (Neural, deutsch)
Die Entscheidung ist gefallen, das neue Auto steht vor der Tür, und es fährt mit Strom. Für viele Umsteiger beginnt damit eine Phase des Umgewöhnens. Die meisten Befürchtungen, die vor dem Kauf groß erschienen, erweisen sich schnell als unbegründet. Andere Dinge, an die vorher kaum jemand gedacht hat, werden dagegen plötzlich wichtig.
Tanken wird zum Laden
Die größte Umstellung betrifft die Routine. Statt einmal pro Woche an die Tankstelle zu fahren, hängt das Auto über Nacht an der Wallbox oder tagsüber am Arbeitsplatz. Wer zu Hause laden kann, beginnt jeden Tag mit voller Batterie und besucht öffentliche Ladesäulen nur noch auf längeren Strecken. In Großstädten, wo viele Menschen keinen eigenen Stellplatz haben, spielt das Laden an öffentlichen Säulen im Viertel eine größere Rolle. Welche Möglichkeiten es etwa in München gibt, beschreibt ein Ratgeber zum Laden zu Hause mit Wallbox in München.
Die Reichweitenangst verfliegt
Fast alle Umsteiger berichten, dass die Sorge um die Reichweite nach wenigen Wochen verschwindet. Der Grund ist simpel: Die meisten Alltagsstrecken sind deutlich kürzer, als man denkt. Erst im Winter und auf der Autobahn sinkt die Reichweite spürbar, was man bei der Planung längerer Fahrten einkalkulieren sollte.
Fahren mit einem Pedal
Ungewohnt ist für viele die Rekuperation. Nimmt man den Fuß vom Fahrpedal, bremst das Auto und gewinnt dabei Energie zurück. Nach einigen Tagen fahren viele fast nur noch mit einem Pedal und nutzen die Bremse selten. Die Stärke der Rekuperation lässt sich in den meisten Fahrzeugen einstellen.
Regional unterschiedliche Bedingungen
Wie gut der Umstieg gelingt, hängt auch vom Wohnort ab. Im ländlichen Bayern mit vielen Einfamilienhäusern ist das Laden zu Hause die Regel, beim BYD-Händler für ganz Bayern lässt sich klären, welches Modell zu längeren Pendelwegen passt. Im Voralpenland rund um Rosenheim spielen Winter und Steigungen eine größere Rolle, ein Händler in Rosenheim kennt die typischen Strecken der Region. In einer dicht besiedelten Stadt wie Düsseldorf dagegen zählen kurze Wege und Parkvorteile, etwa in der Umweltzone Düsseldorf.
Kleine Dinge, große Wirkung
Zu den Aha-Erlebnissen der ersten Wochen gehört das Vorklimatisieren per App: Im Winter steigt man in ein warmes Auto mit freier Scheibe, im Sommer in ein gekühltes. Auch die Stille beim Fahren überrascht viele, und nicht wenige Umsteiger sagen nach einigen Monaten, dass sie nicht mehr zurückwollen.
Der Wechsel zum Elektroauto verlangt etwas Umgewöhnung, aber keine Aufopferung. Wer sich vorher ehrlich fragt, wo er laden kann und welche Strecken er fährt, erlebt einen erstaunlich unspektakulären Übergang.


