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Auto zulassen per Smartphone: Wie weit die Online-Zulassung wirklich ist

Seit Jahren lassen sich Fahrzeuge online an-, um- und abmelden. Trotzdem stehen viele Autofahrer weiter in der Zulassungsstelle. Woran das liegt und was Nutzer vorher klären sollten.

Auto zulassen per Smartphone: Wie weit die Online-Zulassung wirklich ist
Redaktion
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Microsoft Katja (Neural, deutsch)

Die Idee klingt bestechend: Auto gekauft, am Abend auf dem Sofa angemeldet, am nächsten Morgen losgefahren. Mit dem Verfahren i-Kfz hat der Bund die Fahrzeugzulassung schrittweise ins Netz verlagert. Seit der jüngsten Ausbaustufe dürfen auch Privatpersonen nach einer erfolgreichen Online-Anmeldung sofort fahren, mit einem ausgedruckten Nachweis, bis Plaketten und Papiere per Post eintreffen. Und doch bilden sich vor vielen Zulassungsstellen weiterhin Schlangen.

Die Hürden liegen im Detail

Wer online zulassen will, braucht einen Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion und die zugehörige PIN, ein kompatibles Smartphone oder Kartenlesegerät und Fahrzeugpapiere, die bereits über freizulegende Sicherheitscodes verfügen. Ältere Zulassungsbescheinigungen haben diese Codes nicht, ebenso wenig die Kennzeichenschilder aus der Zeit vor der Umstellung. Fehlt nur eines dieser Elemente, endet der digitale Vorgang am Bildschirm, und es bleibt der Gang zur Behörde.

Was sich online erledigen lässt

Grundsätzlich lassen sich Neuzulassung, Wiederzulassung, Umschreibung und Außerbetriebsetzung digital abwickeln. Eine verständliche Übersicht, welche Schritte dabei in welcher Reihenfolge anstehen, bietet eine Anleitung zur i-Kfz-Online-Zulassung. Wer die Voraussetzungen vorher Punkt für Punkt prüft, spart sich den Frust eines abgebrochenen Antrags.

Wo es weiter hakt

Nicht alle Fälle passen in das digitale Raster. Fahrzeuge aus dem Ausland, Oldtimer mit H-Kennzeichen, Sonderkennzeichen oder Fahrzeuge mit ungeklärter Eigentumslage erfordern weiterhin Prüfungen durch Sachbearbeiter. Auch Unternehmen mit vielen Fahrzeugen stoßen an Grenzen, wenn Vollmachten, Handelsregisterauszüge oder abweichende Halter im Spiel sind.

Der Zulassungsdienst als Mittelweg

Zwischen Selbstversuch am Rechner und eigenem Behördentermin hat sich ein Markt etabliert: Zulassungsdienste übernehmen den Vorgang gegen Gebühr, mit Vollmacht und oft am selben Tag. In Großstädten, wo Termine bei der Zulassungsstelle knapp sind, greifen viele Halter darauf zurück. Ein Zulassungsdienst in München etwa kümmert sich auch um Kennzeichen und Wunschkennzeichen, wenn der Online-Weg nicht passt.

Fazit

Die digitale Zulassung funktioniert, wenn die Voraussetzungen stimmen. Wer ein junges Fahrzeug mit neuen Papieren und einen aktivierten Ausweis hat, kann sich den Weg zur Behörde tatsächlich sparen. Für alle anderen bleibt es vorerst beim Termin oder bei der Vollmacht für einen Dienstleister.

Themen:Digital
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